E-Bikes zu Gast bei Stiftung Warentest: Noch eine Menge Luft nach oben!?

Die beiden Testsieger: "E-Courier SX" von Stevens (l.) und "Obra RT" von Kettler (r.)

 

Ein am 28.05. herausgegebenes Ergebnis von Stiftung Warentest wirft auf manche Hersteller von E-Bikes kein gutes Licht. 9 der 16 getesteten Bikes erhielten die Note „Mangelhaft“. Die Gründe für die schlechte Testergebnisse sind sehr vielseitig.

 

Beim Test wurden folgende E-Bikes unter die Lupe genommen:

  • Fischer E-Bike City Pedelec CU 01
  • Flyer C5R Deluxe
  • Giant Twist Elegance C1 28"
  • Hercules Tourer 8 Pro
  • Kalkhoff Impulse Premium i8R
  • Kettler Obra RT
  • Kreidler Vitality Elite VE 3
  • KTM Macina Eight
  • Norma / Top Velo Alu-Elektro-Fahrrad 28"
  • Pegasus Premio E8
  • Raleigh Impulse iR HS
  • Sinus B3 8-G Nexus
  • Stevens E-Courier SX
  • Victoria Assen
  • Winora C2 AGT
  • Leviatec Demission 

 

Die gravierendsten Mängel die zu den schlechten Beurteilungen führten waren:

  • Rahmenbruch (2x)
  • Lenkerbruch (3x)
  • Bremsversagen (3x)
  • Störung von Funksignalen (4x)

 

Letzteres kann zu Problemen bei Sendern der Polizei, Feuerwehr oder dem Rettungsdienst führen, wenn diese sich in unmittelbarer Umgebung befinden.Doch es gibt auch positive  Bestandsaufnahme des Stiftung Warentest Artikels. Abgesehen davon, dass sich die E-Bike-Szene erst im Anfangsstadium ihrer Entwicklung befindet, gibt es schon jetzt Exemplare die im Test gut abschnitten. 

Mit der ausgezeichneten Note „Gut“ schnitten sowohl das „E-Courier SX“ von Stevens, als auch das „Obra RT“ von Kettler ab, beide für 2500€ im Handel erhältlich. Weitere  drei der getesteten Räder erhielten das Zertifikat „Befriedigend“ (Giant, Winora und Hercules). Es ist also nicht alles schlecht am E-Bike-Himmel, so wie es die vergangene Woche tendenziell durch die Presse hallte. Zudem steht das Prüfsiegel von Stiftung Warentest in Deutschland im Allgemeinen für unabhängige, zuverlässige und realistische Prüfverfahren, doch erfreut sich dieser Test nicht nur reiner Zustimmung im Volk. Sowohl Laien als auch Fachkundige beklagen, dass es sich um realitätsferne Test handele, und man nicht erwarten könne, schadensfrei mit einem E-Bike die Downhill-Piste hinab zu brettern, auch wenn sich die Modelle beider Sparten in der oberen Preiskategorie wiederfänden. 

Inwieweit die von Stiftung Warentest durchgeführten Tests realitätsnah oder –fern waren, möchten wir an dieser Stelle nicht bewerten, sondern lediglich dazu anregen, auch auf den ersten Blick eindeutig schlechte Testergebnisse kritisch zu hinterfragen. Schlechte Stimmung sollte gegen die umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel jedoch ohnehin nicht aufkommen, da zwar 9 von 16 durchfielen, sich jedoch 5 Modelle im oberen Bereich der Skala wiederfinden, und zu erwarten ist, dass die schlecht bewerteten Hersteller nachziehen werden.

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