Berliner Start-Up mit Vision: Selbstfahrende E-Bikes

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Das Pendant zum selbstfahrenden Auto wird Wirklichkeit. Ein Berliner Unternehmen setzt mit dem ersten autonomen E-Bike der Welt ein Zeichen für die Zukunft.

 

 

Mit dem heutigen Nachtrag werfen wir einen genaueren Blick auf diese Weltneuheit:

 

Während der diesjährigen Fachmesse Eurobike wurde das weltweit erste, mit einem Smartphone ferngesteuerten E-Lastenrad vorgestellt. Den Besuchern stand die Überraschung ins Gesicht geschrieben, als ein führerloses E-Cargo-Bike vor Ihnen durch die Messehalle kreuzte. Zu verdanken haben wir diese Innovation einer Kooperation zwischen dem Berliner Lastenrad-Hersteller Veleon und dem Berliner Start-up coModule, welches 2014 von drei jungen Mechatronikern der Technischen Universität Talinn in Estland gegründet wurde.


Neben der Nutzung der Fernsteuerung per App planen sie bereits mittelfristig den nächsten Entwicklungsschritt: selbständiges Fahren der Bikes durch die Hilfe programierter GPS-Daten.

 

Kinderleichte Bedienung

 

Die Steuerung über das Smartphone geschieht durch leichte Kippbewegungen, während die Geschwindigkeit über das Touchdisplay reguliert wird. An und aus per einfachen Knopfdruck. In der Praxis zeigt sich die Fernbedienung sehr intuitiv, so dass sich spielend schnell erste Erfolge beim Bedienen einstellen. Die App dient zusätzlich als Leistungsmonitor und bildet beispielsweise die noch verbleibende Akku-Leistung und die damit eihergehende Reichweite auf dem Smartphone ab. Ebenfalls den Standort, falls der Nutzer beispielsweise die Orientierung verlieren sollte.

 

Das Lastenrad von Veleon

 

Während sich die Entwickler von coModule um die Elektronik kümmern stellen die Radbauer von Veleon in Kooperation den fahrbaren Untersatz. Beim "Veleon electric cargo bike" handelt es sich um ein dreirädiges Lastenrad, ausgestattet mit einem Heinzmann 250W Elektroantrieb, welcher beispielsweise von den Briefträgern der Deutschen Post verwendet wird. In der coModule Version wird das E-Lastenrad allerdings mit den neuesten Technik-Spielereien aufgerüstet: GPS-, Bluetooth- sowie GSM/Gprs-Verbindung samt motorisiertem Lenkrad.

 

Die Welt ist noch nicht bereit

 

Ähnlich wie im Auto-Segment ist auch der Markt selbstfahrender Elektrofahrräder momentan noch weitestgehend limitiert. Der heutige Straßenverkehr ist noch nicht für derlei Fahrzeuge ausgelegt, so dass sich der Anwendungsbereich auf kontrollierbares Terrain beschränkt - geschlossene Umgebungen wie Firmengelände zum Beispiel. Für die Zukunft jedoch stehen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten offen, weshalb nun auch Firmen wie Bosch an einer Zusammenarbeit interessiert zu sein scheinen.

 

Das im Foto abgebildete Modell "Veleon electric cargo bike" kostet in der 'e-motion sport'-Ausführung  4.699,- Euro.

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