Pilotprojekt „E-Radschnellweg" in Göttingen

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Zwischen dem Bahnhof Göttingens und seinen wichtigsten Knotenpunkten von Arbeitsplätzen sowie Universität gibt es jetzt eine reizvolle Alternative um durch die Stadt zu kommen: einen 4 Kilometer langen und bis zu 4 Meter breiten eRadschnellweg.

 

 

Ökonomisch und ökologisch wertvoll

 

 


In den vergangenen Tagen wurde die finale Einweihung des ersten Projektes dieser Art gefeiert. Es wurde vor sechs Jahren von der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg ins Leben gerufen, um die Chance zu ergreifen, die Verkehrsmittelwahl von Berufspendlern und Touristen zukünftig in Richtung Pedelecs und E-Bikes zu lenken. Die Kosten für die Umsetzung wurden vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im rahmen der Schaufensterinitiative Elektromobilität mit etwa einer Million Euro gefördert, den Rest übernahm die Stadt Göttingen mit einem Eigenanteil von rund 600.000 Euro.

 

Projekt „eRadschnellwege – Umstiege erleichtern“

 

Rund 1,4 Kilometer des Radschnellwegkorridors verlaufen parallel zur Streckenführung des übrigen Straßenverkehrs. Der größere Teil der Strecke besteht aus modernen, eigens für den Radverkehr geschaffenen, separaten Anlagen. Die Planungen sehen vor, dass die Wege während der Winterzeit bevorzugt geräumt werden soll. Für einen möglichst einfachen Umgang wurde der Radweg mit großen, leicht verständlichen Verkehrszeichen und bunten Markierungen versehen.

 

Gezielte Weiterentwicklung

 

Langfristig soll sich Radschnellweg weiter ausbreiten um irgendwann das gesamte Stadtgebiet abzudecken. Zunächst ist eine Erweiterung des südlichen Korridors vorgesehen um eine Anbindung zu Rosdorf zu schaffen, eine Gemeinde mit sehr hohem Einpendleraufkommen nach Göttingen. Um gezielt Daten sammeln und analysieren zu können arbeitet die Universität Göttingen mit zahlreichen örtlichen Arbeitgebern zusammen und stellt Leihpedelecs zur Verfügung. So werden für die ansässigen Arbeitnehmer weiter Anreize geschaffen, sich ernsthaft mit dem Thema Zweiradelektromobilität zu beschäftigen und zeitgleich können durch entsprechende Datenerhebung wichtige Rückschlüsse zur Verbesserung der Infrastruktur gezogen werden.

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