Haibike XDURO NDURO 7.0 im Geländetest - Solide Ausstattung für den e-MTB Einsteiger

Haibike XDURO NDURO 7.0 im Test

In der letzten Woche durften wir das Haibike XDURO NDURO in der Ausstattung 7.0 ausgiebig Probe fahren und im Gelände an seine Grenzen führen. Haibike bietet in der Modellserie 2018 viele e-MTBs im preiswerten Einsteigersegment an, geht aber auch den Weg in Richtung sportlich ambitionierter Enduro e-Bikes mit vielen Carbon-Elemente. Das hier vorliegende Test e-Bike ordnet sich eher in der Kategorie sportlich ambitioniert ein, wobei die Ausstattungsvariante 7.0 noch zu der sparsamen Sorte gehört und daher für Freizeit Mountainbiker geeignet ist, die gerne auch mal den Schritt auf ein Enduro e-MTB mit viel Federweg wagen möchten und ein wenig an ihrer Fahrtechnik arbeiten möchten. In diesem Erfahrungsbericht geben wir Dir einen Einblick in die Geometrie des Bikes, sowie die Ausstattung und den Antrieb und versuchen auch die Fahrdynamik nachvollziehbar zu beschreiben.


Die Spezifikationen im Überblick

Motor

Yamaha PW-X

 

Akku

500 Wh

 

Display

Yamaha LCD

Schaltung

SRAM NX

11-Gang

Kettenschaltung

 

Bremsen

Tektro Orion

hydr. Scheibenbremse

 

Gewicht

24,3 kg

 

zulässiges Gesamtgewicht

120 kg

 

Preis

ab 4.399 € UVP


Sitzposition und Geometrie 

 

Unter den Enduro e-Bikes nimmt der Fahrer auf dem Haibike XDURO NDURO 7.0 eine eher ungewöhnlich gestreckte Sitzposition ein. Im Schuhgeschäft würde man sagen: „Der fällt etwas klein aus“. Kenner wissen jedoch, dass die e-Bikes der Marke Haibike meistens sowieso eher auf Fahrkomfort als auf extreme Sportlichkeit ausgelegt sind. Die Rahmengeometrie ist daher etwas anders konzipiert wie bei anderen e-MTBs, weshalb es unbedingt ratsam ist, eine Probefahrt beim Händler zu vereinbaren, um sich zu vergewissern, dass der übliche Rahmen auch beim Haibike passt. Unser Testfahrer ist 180 cm groß und fährt normalerweise die Rahmengröße M, welche sich hier jedoch etwas klein anfühlte. Das muss allerdings kein Nachteil sein, da sich ein kleineres e-Mountainbike auf kurvigen Trails und engen Passagen wunderbar um die Ecke manövrieren lässt. Doch auf die Fahreigenschaften kommen wir an späterer Stelle noch einmal zu sprechen.

Fahrwerk

 

Natürlich steht bei einem Fullsuspension e-Mountainbike wie dem Haibike XDURO NDURO 7.0 vor allem das Fahrwerk im Vordergrund. Das Fahrwerk wird gebildet durch die Federgabel, den Dämpfer, die Reifen und die Felgen und sorgt dafür, dass Stöße auf dem wechselnden Untergrund gut absorbiert werden und gleichzeitig viel Traktion auf die Strecke gebracht wird. Wie eingangs bereits erwähnt, bietet das Haibike XDURO NDURO 7.0 einen Federweg von 180 mm sowohl mit der Federgabel als auch dem Dämpfer am Heck. Das ist für ein Enduro e-Bike schon sehr stark, sodass man mit dem Haibike durchaus über steinige Pfade und verwurzelte Wege brettern kann, auch wenn es mal bergab geht. Gleichzeitig bietet die Kombi aus SR Suntour Durolux Federgabel und RockShox Monarch Dämpfer viel Traktion und Haftung im Staub und in Kurven. Die Schwalbe Reifen der Modellreihe MagicMary stellen aus unserer Sicht eine sinnvolle Ergänzung zu dem Fahrwerk dar, da sie in der Breite von 2,6 ‘‘ zwischen zu schmalen Reifen und der sehr breiten und häufig verbauten Plus-Bereifung liegt. Egal, ob der Untergrund nur feine Unebenheiten oder gröbere Blockaden bereit hielt, das Fahrwerk des NDURO hat immer zuverlässig sensibel reagiert und genügend Reserven geboten.

 

Motor und Akku 

 

Neu in der Modellserie 2018 bei Haibike ist, dass es nun auch XDURO Modelle mit Yamaha Motor gibt. In diesem Fall ist es der leistungsstärkste Yamaha PW-X Motor, der mit einem maximalen Drehmoment von 80 Nm und einem Wirkungsgrad von 320 % punkten kann. Dennoch waren wir überrascht, wie dynamisch die Motorunterstützung bei unserer Testfahrt gegriffen hat. Direkt beim ersten Tritt in die Pedale hat der Yamaha PW-X spürbar auf sich aufmerksam gemacht und ein hohes Drehmoment beim Antritt erzeugt. Dabei haben wir wirklich versucht, den Japaner an seine Grenzen zu treiben - doch ohne Erfolg. Der Yamaha PW-X Mittelmotor hat sowohl bei steilen Anstiegen als auch bei starken Beschleunigungsphasen mit hoher Trittfrequenz keine Schwächen offenbart. In Sachen Unterstützung bietet der Motor gleich fünf verschiedene Modi an, zwischen denen der Fahrer hin und her wechseln kann. So kann jeder für sich entscheiden, ob er eher energiesparend fährt, oder aufs Ganze gehen will. Der Akku fasst satte 500 Wh an elektrischer Energie und sorgt damit für eine große Reichweite. Strecken mit 1.000 Höhenmetern können so bequem mit einer Akkuladung bewältigt werden.

Schaltung

 

Als letzten Punkt in Sachen Ausstattung wollen wir uns die Schaltung des Haibike XDURO NDURO 7.0 ansehen. Diese besteht aus der SRAM NX 11-fach Kettenschaltung mit einem 38er Kettenblatt am Tretlager. Diese bietet eine tadellose Übersetzung, die alle Fahrbereiche gut abdeckt. Das einfache Kettenblatt ist in keiner Weise ein Nachteil, da der antrittsstarke Yamaha PW-X Motor schon bei geringen Drehzahlen kraftvoll mit unter die Arme greift. Bergab gelingt mit dieser Übersetzung noch bis etwa 50 km/h das Pedalieren. Darüber hinaus kann man quasi seine Trittkraft nicht mehr auf den Antrieb übertragen.

 

Handhabung und Fahreigenschaften 

 

Wie unter dem Punkt Sitzposition und Geometrie bereits erwähnt, fällt der Rahmen des Haibike XDURO NDURO 7.0 etwas kleiner aus als gewohnt. Dadurch lässt sich das dynamische e-MTB jedoch deutlich stabiler durch enge Zickzack Passagen manövrieren, da sich der Oberkörper fast direkt über dem hinteren Laufrad absenken lässt und so der Schwerpunkt des gesamten Systems sehr weit auf das tragende Laufrad gelegt werden kann. In unseren Trails im Süden von Baden ist der Schwierigkeitsgrad in den meisten Passagen eher mäßig, doch auf dem Haibike haben gerade diese lang gezogenen Wege mit anschließend stark verwinkelten Kurvenstrecken irre viel Spaß gemacht. Hier kommt es vor allem auf eine saubere Technik und Handlungsschnelligkeit an. Doch auch der eine oder andere Drop ist uns vor die Reifen gekommen, sodass wir mit dem e-Bike auch das Fliegen testen konnten. Bei der Landung gab es überhaupt keine Probleme, da die dämpfenden Elemente den Aufprall sanft absorbieren und direkt Schub nach vorne generieren, um gar nicht erst aus dem Konzept zu geraten. Einzig und allein das Gewicht des Haibike XDURO NDURO 7.0 von in etwa 24 kg ist uns manchmal etwas negativ aufgefallen. In höheren Ausstattungsstufen wird jedoch mehr mit Carbonelementen gearbeitet, sodass dieser Negativpunkt durch eine etwas höhere Investition kompensiert werden kann.

Fazit 

 

Ehrlich gesagt sind wir anfangs mit einer eher skeptischen Gefühlslage in den Test gegangen, da neben der Marke Haibike eher andere Hersteller wie Focus oder GIANT für die sportlich hochklassigen Enduro e-MTBs sorgt. Doch unsere Skepsis mussten wir schnell ablegen, denn wir wurden während der Testfahrt schlichtweg beeindruckt. Das XDURO NDURO 7.0 ist in seiner Ausstattungsform das ideale Enduro e-MTB im unteren Preissegment und kann hier durch Dynamik, Federweg und den Antrieb stark überzeugen. Aufpassen sollte man allerdings bei der Wahl der richtigen Größe, weshalb ein ausführlicher Besuch beim Fachhändler ratsam wäre.

Alle weiteren Infos zu der e-Bike Marke Haibike.

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