Kurzmeldung: eBike-Leasing wird vorerst nicht ganz steuerfrei

Dienstrad Steuererleichterung

In unserem letzten Artikel ging es um die steuerlichen Erleichterungen, die der Gesetzgeber für das eBike Leasing im Jahr 2019 in die Wege leitet. Diese Regelung greift allerdings nur in den wenigsten Fällen, sodass die meisten Leasingnehmer den geldwerten Vorteil durch ihr Dienstrad weiterhin nach der 1-Prozent-Regelung versteuern müssen. Nur, wenn der Arbeitgeber die Aufwendungen für das an den Mitarbeiter überlassene Dienstrad „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn“ übernimmt, entstehen steuerliche Entlastungen für den Leasingnehmer.


Wir hoffen sehr, dass das Thema in der Bundesregierung weiter behandelt wird und dass im Laufe des Jahres irgendwann ein besseres Ergebnis für den Leasingnehmer erzielt werden kann. Der Stand der Dinge ist nämlich aktuell, dass e-Bikes und Fahrräder wie ein Dienstwagen nach der 1-Prozent-Regelung versteuert werden müssen, während Elektroautos nach dem neuen Gesetz mit 0,5 % versteuert werden müssen. Wir bezweifeln, dass die Intention des Gesetzgebers ist, dem Elektroauto einen höheren Stellenwert zuzuordnen, als dem Fahrrad oder eBike. Dennoch können wir froh darüber sein, dass das Thema eBike Leasing von der Bundesregierung aufgegriffen wird. Das zeigt uns, welch großen Stellenwert die nachhaltige Mobilität aktuell in Deutschland besitzt.


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Kommentare: 3
  • #1

    SR (Mittwoch, 28 November 2018 21:50)

    Hallo, danke für die Informationen. Das ist ja sehr bedauerlich. Wie ist das dann bei sogenannten Cafeteria Modellen, bei denen ein fester Betrag normalerweise nicht ausbezahlt wird, sondern für Lohnnebenleistungen etc. verwendet werden kann. Dieses Geld ist ja nicht normalerweise geschuldeter Arbeitslohn?

  • #2

    ebike.de Redaktion (Montag, 03 Dezember 2018 10:42)

    Noch ist es zu früh, genaue Aussagen zu treffen und es gibt noch keine Präzendenzfälle. Wir nehmen an, dass auch bei Cafeteria Modellen die "Zusätzlichkeit" zählt - sofern in der Ergänzung zum Arbeitsvertrag innerhalb des Cafeteria Modells explizit steht, dass die Leistung "zusätzlich" zum ohnehin geschuldeten Lohn vom Arbeitgeber erbracht wird, sollte ein Dienstrad steuerfrei sein - dies ist jedoch nur eine Annahme ohne Gewähr.

    Viele Grüße, Dein ebike.de Team

  • #3

    SK (Dienstag, 11 Dezember 2018 00:12)

    Besonders absurd wird die Neuregelung, wenn man die E-Bikes/Pedelecs den S-Pedelecs gegenüber stellt: Letztere gelten straßenverkehrsrechtlich als Kfz und werden deshalb wie Elektroautos mit 0,5 % besteuert - und das auch bei Gehaltumwandlungsmodellen, also wo es am Zusätzlichkeitserfordernis fehlt! Die „normalen“ E-Bikes werden dagegen weiterhin mit 1% besteuert. Glaube kaum, dass man sich dieses Unterschiedes im Gesetzgebungsverfahren bewusst gewesen ist; hier wurde symbolhaft ein Baustein der Elektromobilität gefördert ohne zu erkennen, dass die in der Praxis zu 90 % vorkommenden Fälle gar nicht erfasst werden.