Husqvarna MC5 im Test

Husqvarna MC5 im Test

Auf dem Papier ist das Husqvarna Mountain Cross MC5 ein klassisches Allmountain e-MTB. Das vollgefederte e-Mountainbike bietet an der Gabel wie auch am Hinterbau einen Federweg von 150 mm. Unser Testfahrer Stefan Wallner hat sich intensiv mit dem e-MTB beschäftigt und das Husqvarna MC5 einem ausgiebigen Praxistest unterzogen. Auf seiner rund 50 km langen Testroute durch den Wienerwald waren circa 1.400 Höhenmeter zu überwinden. Wir wollten vor allem wissen, wie sich das Husqvarna MC5 auf Abfahrten schlägt und ob der Shimano Steps E8000 auch auf längeren Distanzen durchhält. Die Antworten auf diese Fragen möchten wir euch in einem Testbericht liefern.


Das Design

Beim Husqvarna MC5 fährt das Auge mit. Mit seinem Design sticht das MC5 deutlich aus der Masse an e-Mountainbikes hervor. Zur eigenständigen Optik des e-MTBs tragen vor allem die Platzierung des Federbeins und die Motor-Rahmen-Integration (Skeleton Interface) bei. Außerdem verfügt das MC5 über eine sehr stabile Schutzplatte für den Motor.

 

Einziges Manko: Die Position des Federbeins macht es schwierig, eine Trinkflasche im Rahmendreieck zu platzieren. Für längere Touren ist dies natürlich nicht ideal.

So ist das Husqvarna MC5 ausgestattet

Das MC5 ist von Husqvarna für ausgedehnte Touren und den Einsatz auf anspruchsvollen Trails konzipiert worden. Das Allmountain e-MTB besitzt ein Fahrwerk mit 150 mm Federweg. Die Sitzposition auf dem Husqvarna MC5 ist eher aufrecht und gemütlich. Für die Power des e-Mountainbikes sorgt der Shimano Steps E800 Motor. Der Antrieb von Shimano gilt als reichweitenstark. In Kombination mit einem Akku mit 500 Wh stellen auch Ausfahrten über drei oder vier Stunden kein Problem dar. Nach unserer Testrunde mit circa 50 Kilometern Distanz sowie 1.400 Höhenmetern hatten wir beispielsweise noch immer 30 % Restakku.

Mit dem Husqvarna MC5 den Berg hinauf

Starten wir zunächst mit dem Fahrverhalten des e-Mountainbikes, wenn es den Berg hinauf geht. Das Husqvarna MC5 verfügt über einen Dämpfer mit drei Plattform-Modi sowie eine verstellbare Zugstufe. Bergauf bleibt der Dämpfer angenehm neutral, auf die Zuschaltung der Plattform konnten wir während unserer Testfahrt verzichten.

 

Der Shimano Steps E8000 sorgt den Berg hinauf für genügend Schub und arbeitet sehr leise. Zumeist haben wir den Motor im Eco-Modus gefahren. Dank des fehlenden Tretwiderstandes konnten wir in der Eben sogar komplett auf die Unterstützung durch den Motor verzichten, wodurch sich natürlich die Reichweite erhöht. Nur an verspielten und steilen Passagen sind wir in den Trail-Modus gewechselt. Die höchste Unterstützungsstufe, die bei Shimano Boost-Modus heißt, mussten wir nur ganz selten nutzen. Ist der Boost-Modus eingeschaltet, schiebt das Husqvarna MC5 jedoch mächtig vorwärts.

 

Obwohl man auf dem MC5 eher hoch sitzt, verbleibt die Front des e-Mountainbikes auch in sehr steilem Gelände stoisch am Boden. Diese Eigenschaft empfanden wir als sehr angenehm. Wir konnten dadurch entspannt bergauf pedalieren und mussten nicht groß auf dem Sattel herumturnen. 


Das Husqvarna MC5 auf Abfahrten

Wie schon erwähnt, wollten wir wissen, wie sich das Husqvarna MC5 bergab fahren lässt. Um einen möglichst genauen Eindruck zu bekommen, haben wir das e-Mountainbike über einen steilen und wurzeligen Trail im Wienerwald geschickt. Anschließend ging es mit dem MC5 dann auf zwei Downhill-Lines im Trailpark Weidlingbach. Hier warteten enge und weite Anlieger, Sprünge und Step downs auf uns. Den krönenden Abschluss markierte schließlich die Fun Line im Trailpark Mauerbach.

Die Geometrie des Husqvarna MC5 überzeugte uns bergab voll und ganz. Als Fahrer steht man mittig im e-Mountainbike. Die versenkbare Sattelstütze ermöglicht eine große Bewegungsfreiheit. Ein breiter Lenker und der kurze Vorbau sorgen dafür, dass wir immer die volle Kontrolle über das e-MTB behalten konnten. Im Vergleich zu anderen e-Mountainbikes mag das MC5 zwar schwerer und weniger wendig sein. Einmal in Fahrt ist das von uns getestete e-MTB jedoch laufruhig und möchte mit Tempo gefahren werden. Das Husqvarna MC5 verfügt über Bremsen von Shimano, die sich bergab als standfest erweisen und wirkungsvoll verzögern. Die 27,5+ Reifen garantieren einen sehr guten Grip.


Die verbaute Federgabel von Suntour empfanden wir bei unserem Test als etwas limitierend und nicht sehr feinfühlig. Mit dem sehr guten Dämpfer kann die Federgabel nicht ganz mithalten. Abfahrtsorientierten e-Mountainbikern empfehlen wir daher einen Blick auf die Modelle MC6, MC7 und MC8. Diese sind etwas teurer, können dafür jedoch mit einem Fox-Fahrwerk punkten.

Fazit zum Husqvarna MC5

Auf unserer Testrunde hat sich das Husqvarna MC5 ganz hervorragend geschlagen. Das MC5 ist ein sehr gelungenes e-Mountainbike, das zu ausgedehnten Touren durch die Natur einlädt und sich auch für einen Ausflug in den Bikepark eignet. Optik und Verarbeitung sind beim Husqvarna MC5 hochwertig. Die ausgewogene Geometrie und der kraftvolle Antrieb von Shimano sorgen sowohl bergauf als auch bergab für Fahrspaß. Als Kritikpunkte bleiben nur kleinere Details wie die problematische Platzierung einer Trinkflasche, das Sattelrohr mit Schnellspanner oder die etwas zu schmal geratenen Griffe.

Das Husqvarna MC5 kostet im Fachhandel 4.399 €.

 

Testfahrer: Stefan Wallner, e-MTB Händler in Wien


Husqvarna MC5 bei einem Händler Probe fahren

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Kommentare: 1
  • #1

    Sven (Freitag, 30 August 2019 20:08)

    Das MC5 könnte ich heute für 3479€ schießen. Top Bike für einen Top-Preis.
    ������