Liv Intrigue X E+ 2021 - Das e-MTB mit dem X-Faktor

Für das Modelljahr 2021 hat Liv dem Intrigue E+ ein umfassendes Update verpasst und der Modellreihe den besonderen X-Faktor verliehen. Unsere Testfahrerin Jenny konnte das Liv Intrigue X E+ 2021 ganz genau unter die Lupe nehmen. Das e-Mountainbike ist mit einem vollintegrierten 625 Wh Akku29 Zoll großen Laufrädern und dem innovativen Flip Chip ausgestattet. Für die nötige Power auf dem Trail sorgt der Giant SyncDrive Pro, der fünf Unterstützungsstufen sowie einen Automatik-Modus bietet.

 

Wodurch genau sich das brandneue Liv Intrigue X E+ von seinem Vorgänger abhebt? Das erfahrt ihr in unserer Bikevorstellung!


Was unterscheidet das Intrigue X E+ vom Vorgänger?

Als sich die Heckklappe des Transporters öffnet und Jenny das Liv Intrigue X E+ 2021 zum ersten Mal live sieht, werden bei unserer Testfahrerin gleich Erinnerungen an den vergangenen Sommer wach. Mit dem Vorgängermodell war Jenny Mitte 2020 auf einer actionreichen Tour durch Deutschland, bei der sie tolle Trails und unvergessliche Fahrerlebnisse erleben durfte. Aber irgendetwas ist anders. Schnell werden die ersten Veränderungen deutlich, die Liv mit dem neuen "X" in der Modellbezeichnung kennzeichnet.

 

Was genau unterscheidet das Intrigue X E+ 2021 vom Vorgängermodell aus der Saison 2020? Die DNA des Intrigue E+ aus dem Modelljahr 2020 hat Liv auch für das neue Modell für die Saison 2021 beibehalten. So besitzt das e-Mountainbike eine speziell an den weiblichen Körper angepasste Geometrie. Das Fahrwerk entfaltet auch bei wenig Gewicht seine volle Funktionalität. Das Antriebssystem bleibt weiterhin kraftvoll und intuitiv.

 

Die Federwege an der Gabel und am Hinterbau sind ebenfalls unverändert geblieben. Mit Federwegen von 150 mm an der Gabel und 140 mm am Heck ist das Intrigue X E+ 2021 ein Trailbike, das mit seinem Besitzer durch dick und dünn geht. Liv ist es jedoch gelungen, an einigen wichtigen Schrauben zu drehen, durch die das Intrigue X E+ noch leistungsfähiger und spaßiger als sein Vorgänger geworden ist.

Vergrößerte Reichweite

Sämtliche Modellvarianten des Liv Intrigue X E+ werden mit einem 625 Wh starken Akku ausgeliefert, der in das Unterrohr des e-Mountainbikes integriert ist. Wer noch mehr Reichweite möchte, kann optional einen Range Extender nutzen. Dieser Zusatzakku bietet weitere 250 Wh Kapazität. Mit Range Extender verfügt das Liv Intrigue X E+ also insgesamt über 875 Wh Akkukapazität.

 

Der Range Extender wird anstelle des Flaschenhalters auf dem Unterrohr platziert. Wo wir direkt bei einem kleinen, aber feinen Feature des Intrigue X E+ wären, das nicht unerwähnt bleiben soll. Das Bike besitzt eine Flaschenhalteraufnahme, was für e-Mountainbikes nicht unbedingt selbstverständlich ist. Auch bei der von uns getesteten Rahmengröße S besteht die Möglichkeit, für längere Touren einen Flaschenhalter auf dem Unterrohr anzubringen.

Bikevorstellung Liv Intrigue X E+ 2021

Schnell und sicher über Hindernisse hinweg

Eine wichtige Änderung hat Liv bei den Laufrädern vorgenommen. Im Modelljahr 2020 war das Intrigue E+ mit 27,5 Zoll großen Laufrädern ausgestattet. Das Intrigue X E+ für das Modelljahr 2021 kommt stattdessen mit Laufrädern in einer Größe von 29 Zoll daher. Lediglich bei der kleinsten Rahmengröße XS werden weiterhin 27,5 Zoll große Laufräder verbaut.

Welche Auswirkungen haben die größeren Laufräder? Ist die Geometrie gut an die größeren Laufräder angepasst, so sitzt die Fahrerin nicht höher auf dem Bike. Die zusätzlichen Zoll werden nicht an der Sitzposition deutlich, sondern bringen fahrtechnische Vorteile mit sich. Durch die 29 Zoll Laufräder rollt das Liv Intrigue X E+ 2021 schneller und sicherer über Hindernisse hinweg. Zudem sorgt der vergrößerte Reifendurchmesser für einen höheren Fahrkomfort, denn er verringert im Gelände die Intensität der Schläge. Im Grenzbereich zeigen sich die 29er Laufräder gutmütiger und weniger nervös. Daraus resultiert ein Mehr an Sicherheit für die Fahrerin oder den Fahrer. Eine letzte Stärke der 29 Zoll großen Laufräder ergibt sich aus physikalischen Vorteilen. Sie besitzen weniger Rollwiderstand, was im Umkehrschluss auch weniger Energieaufwand beziehungsweise höhere Geschwindigkeiten bedeutet.

Passe das Intrigue X E+ auf deine Bedürfnisse an

Liv bietet beim neuen Intrigue X E+ die Möglichkeit, die Geometrie individuell einzustellen. Über den Flip Chip an der Hinterradschwinge lässt sich die Geometrie auf die Anforderungen der Strecke oder die persönlichen Vorlieben der Fahrerin anpassen. Der innovative Flip Chip ist ein kleines Bauteil, welcher mit einem Inbusschlüssel aus seiner Position gelöst und andersherum wieder eingesetzt werden kann. Als Ergebnis stehen auf dem Papier zwar eher kleine Veränderungen der Geometrie, die in der Fahrpraxis jedoch große Wirkungen zeigen.

 

Der Flip Chip befindet sich entweder in der sogenannten "Low Position" oder aber in der "High Position". Worin sich die beiden Positionen unterscheiden?

In der Low Position werden Lenk- sowie Sitzwinkel um circa 0,7 Grad abgeflacht. Dadurch ist das Intrigue X E+ vor allem auf anspruchsvollen Abfahrten stabiler. Außerdem senkt sich das Tretlager in der Low Position um 10 cm herab. Dementsprechend liegt auch der Schwerpunkt des e-Mountainbikes etwas tiefer, was ebenfalls für mehr Stabilität und mehr Sicherheit auf dem Trail sorgt.

 

Befindet sich der Flip Chip in der High Position, hat das Liv Intrigue X E+ eine etwas steilere Geometrie. Die Folge ist ein agileres e-MTB. Die High Position eignet sich insbesondere für Strecken mit steilen Anstiegen. Ist der Flip Chip in dieser Stellung, lässt sich mit dem Intrigue X E+ aggressiv bergauf klettern, ohne dass das Vorderrad die Bodenhaftung verliert. In der High Position ist zudem die Bodenfreiheit etwas größer, was besonders auf verblockten Trails die Wahrscheinlichkeit von Pedalaufsetzern stark reduziert.

Komfort für das Hinterteil

Der ein oder andere unserer Leser wird es mit Sicherheit kennen: Man hat sich ein neues e-Mountainbike zugelegt und stellt nach den ersten Kilometern im Gelände fest, dass der Po sich nicht so sehr über die Neuanschaffung freut. Liv hat beim Intrigue X E+ für Abhilfe bei diesem Problem gesorgt. Das e-MTB wird serienmäßig mit dem Sylvia SL E+ ausgestattet. Genau wie die gesamte Geometrie des Intrigue X E+ ist auch der Sylvia SL E+ an den weiblichen Körperbau angepasst.

 

Zudem soll der Sattel auf dem Trail eine zusätzliche Unterstützung bieten. Dafür hat Liv spezielle Seitenelemente für den Sylvia SL E+ entwickelt, die der Fahrerin die Führung erleichtern und ein Abrutschen verhindern. Die Nase des Sattels ist verlängert und nach unten gebogen. Durch diese Konstruktion wird es erleichtert, mit dem Innenbein den Kontakt zum Sattel zu halten. Gerade auf anspruchsvollen Abfahrten ergibt sich so eine zusätzliche Stabilität.

Kräftiger Motor mit sensibler Entfaltung

Liv vertraut beim Intrigue X E+ auf den Giant SyncDrive Pro. Der derzeit leistungsstärkste Antrieb von Giant basiert auf dem Yamaha PW-X2. Allerdings versieht Giant den Motor mit einer hauseigenen Software, wodurch er eine spezielle Abstimmung erhält zum SyncDrive Pro wird. Für unsere Testfahrerin Jenny ist der SyncDrive Pro mit seiner hohen Zuverlässigkeit einer der Underdogs in der Welt der e-Bike Motoren. Der Motor läuft sowohl bei niedrigen Temperaturen im Winter als auch bei großer Hitze im Sommer ohne Probleme zu machen.

 

Weitere Qualitäten des Motors: Er arbeitet während der Fahrt extrem leise, der Tretwiderstand ist gering und die Abstimmung sehr natürlich. Für Jenny daher sehr verwunderlich, weshalb der Giant SyncDrive Pro weniger im Fokus steht als die Motoren anderer Hersteller.

Immer die passende Unterstützung

Der SyncDrive Pro verfügt über fünf verschiedene Unterstützungsstufen und bietet somit eine sehr große Range, um die Motorkraft zu regulieren. Es ist beim Intrigue X E+ nicht notwendig, sich nur zwischen einer leichten, einer mittleren und einer starken Unterstützung zu entscheiden. Vielmehr stehen weitere Zwischenabstufungen zur Verfügung, was vor allem sportlich ambitionierte Fahrer ansprechen sollte.

 

Mit einem maximalen Drehmoment von 80 Nm ist der Giant SyncDrive Pro ein kraftvoller Antrieb. Die höchstmögliche Tretkraftunterstützung liegt bei 360 Prozent. Damit lassen sich auch Anstiege erklimmen, die dem Besitzer des Intrigue X E+ zuvor vielleicht den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hätten.

Liv Intrigue X E+ 2021 auf einer Waldlichtung

Besonders hervorheben möchte unsere Testfahrerin Jenny die "sechste" Unterstützungsstufe des Motor, den Automatik-Modus. Im Gegensatz zu den fünf normalen Unterstützungsmodi lässt sich der Automatik-Modus nicht direkt auf der Remote auswählen. Um die automatische Unterstützung zu aktivieren, bedarf es einer bestimmten Tastenkombination.

 

Speziell auf dem Trail erweist sich der Automatik-Modus für Jenny als absoluter Segen. Anhand der Daten von feinfühligen Sensoren legt der Antrieb im Automatik-Modus selbst die ideale Unterstützung fest. Jenny erhält dadurch auf dem Trail stets den Support, den sie benötigt, und kann sich gleichzeitig voll auf die fahrerischen Herausforderungen der Strecke konzentrieren.

Das Liv Intrigue X E+ 2021 im Video vorgestellt


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