Im Praxistest - Pendeln mit dem Specialized Turbo Vado SL

Im vergangenen Jahr hat unsere Testfahrerin Jenny einen Entschluss gefasst. Ab sofort sollte es jeden Tag auf zwei Rädern zur Arbeit gehen. Doch die bloße Entscheidung ist nur der erste Schritt zu einem aktiveren und gesünderen Lebensstil. Der zweite und ebenfalls wichtige Schritt ist die Wahl eines geeigneten e-Bikes zum Pendeln. Nachdem sie sich viele Gedanken zum passenden Pedelec gemacht hat, ist Jennys Entscheidung auf das Specialized Turbo Vado SL gefallen.

 

Wie haben sich die ersten Wege zur Arbeit auf dem Pendler e-Bike angefühlt? Das möchte euch Jenny in ihrem Erfahrungsbericht zum Pendeln mit dem Specialized Turbo Vado SL verraten!


Warum ist das Turbo Vado SL ideal zum Pendeln?

Wer mit dem eigenen e-Bike zur Arbeit pendeln möchte, sollte zunächst einige Überlegungen zum perfekt passenden Modell anstellen. Schließlich können die Bedürfnisse eines e-Bike Pendlers sehr individuell sein. Länge und Topografie der Strecke zur Arbeit, sportlicher Anspruch, bevorzugte Sitzposition und gewünschte Ausstattung spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung. Über genau diese Punkte hat sich auch Jenny nach ihrer Entscheidung, mit dem e-Bike zur Arbeit zu pendeln, Gedanken machen müssen.

 

Schlussendlich ist unsere Testfahrerin bei ihrer Entscheidungsfindung auf das Specialized Turbo Vado SL gekommen. Weshalb das Konzept des Turbo Vado SL optimal für Pendler ist, hat Jenny bereits in diesem Beitrag erläutert. Nun möchte sie euch ihre ersten Erfahrungen auf dem Pendler e-Bike von Specialized schildern.

Specialized Turbo Vado SL vor dem Kölner Dom

Die Jungfernfahrt auf dem Specialized Turbo Vado SL

Perfektes Wetter mit motivierendem Sonnenschein, wolkenfreiem Himmel und einer erfrischenden Brise. Die Bedingungen für Jennys allererste Fahrt zur Arbeit hätten kaum besser sein können. Das Turbo Vado SL war bereit und der 320 Wh Akku komplett aufgeladen. Um nicht in Zeitnot zu geraten, hat Jenny für die Jungfernfahrt auf dem Turbo Vado SL einen ausreichenden Puffer einkalkuliert. Google Maps auf dem Smartphone gestartet, dieses an der Halterung am Lenker befestigt und zusätzlich noch die Mission Control App geöffnet. Mit der von Specialized entwickelten App ist es möglich, die eigenen Fahrdaten aufzuzeichnen, später auszuwerten und zu vergleichen. Sportliche Schuhe und bequeme Klamotten angezogen, Laptop und Wechselkleidung im Rucksack verstaut, Helm aufgesetzt und es kann losgehen!

Ein nasser Rücken oder doch lieber Gepäcktaschen?

Die erste wichtige Erkenntnis stellt sich bei Jenny nach gut 20 Minuten auf dem Turbo Vado SL ein, denn ihr Rücken ist bei sportlicher Fahrweise klitschnass. Wäre es doch besser gewesen, auf den Rucksack zu verzichten und die eigenen Habseligkeiten stattdessen in zwei Gepäcktaschen zu verstauen? Jenny hatte sich ja extra für die EQ-Version des Turbo Vado SL entschieden. Dieses bietet Schutzbleche, eine Lichtanlage sowie einen Gepäckträger. Das Anbringen von Gepäcktaschen ist beim Turbo Vado SL EQ also problemlos möglich.

Dennoch ist Jennys Entscheidung für einen Rucksack statt Gepäcktaschen ausgefallen. Weshalb? Ohne Gepäcktaschen fällt es erheblich leichter, das Turbo Vado SL Treppen herauf und herunter zu tragen. Durch das geringe Eigengewicht des Bikes und der geringen Körpergröße unserer Testfahrerin ist die Gewichtsverteilung bei prall gefüllten Gepäcktaschen eher hecklastig und das Tragen fällt ihr wesentlich schwerer.

Dank Motor und Reifen schnell auf Tempo

Der Weg von ihrer Wohnung im rechtsrheinischen Teil Kölns zu ihrem Arbeitsplatz auf der linken Rheinseite führt Jenny gut 20 Kilometer durch den Stadtverkehr. Ganz bewusst nimmt sie kleinere Umwege in Kauf, um den Hauptverkehrsadern der Domstadt entkommen und stattdessen durch kleinere Seitenstraßen und Parks fahren zu können. Das Navi berechnet eine Fahrzeit von 75 Minuten. Als sportlich ambitionierte Fahrerin ist es natürlich Jennys Ziel, unter dieser kalkulierten Zeit zu bleiben.

Rasch zeigen sich Unterschiede zwischen dem Turbo Vado SL und dem e-Mountainbike, auf dem unserer Testfahrerin normalerweise unterwegs ist. Die schmalen Reifen und der steife Rahmen sorgen dafür, dass sich das Specialized Turbo Vado SL wahnsinnig leicht und schnell auf Fahrgeschwindigkeit bringen lässt. Erst nach einigen hundert Metern realisiert Jenny, dass sie die Grenze von 25 km/h, bis zu der der Motor unterstützt, bereits überschritten hat. Bei Geschwindigkeiten über dieser "magischen" Grenze spürt unsere Testfahrerin kaum einen Motorwiderstand. Es fällt ihr daher nicht schwer, auch über 25 km/h weiter mit gleicher Kraft in die Pedale zu treten. Die schmalen Reifen kommen auch mit kleinen Umwegen durch Parks gut zurecht, auf denen es für Jenny und das Turbo Vado SL über Schotter- sowie leichte Forstwege geht.

Testfahrerin Jenny fährt auf dem Specialized Turbo Vado SL

Die Reifen des Turbo Vado SL EQ sind mit 38 mm zwar relativ schmal. Dennoch kommen sie mit den Umwegen durch Parks mühelos zurecht. Auch Schotter- und leichte Forstwege lassen sich mit den Reifen ohne Schwierigkeiten bewältigen. Wer gerne und häufiger auf rauerem Untergrund fährt, sollte sich die Variante des Turbo Vado SL ohne Schutzbleche und Gepäckträger genauer anschauen. Hier ist es möglich, Reifen bis zu einer Breite von 42 mm aufzuziehen.

Ein ungewohntes Fahrgefühl

Unsere Testfahrerin Jenny ist leidenschaftliche e-Mountainbikerin und bewegt sich normalerweise auf einem vollgefederten e-MTB fort. Es verwundert also nicht, dass sie sich zunächst an das Fahrgefühl auf ihrem Pendler e-Bike gewöhnen musste. Das Specialized Turbo Vado SL ist am Heck ungefedert und besitzt eine starre Gabel. Eine Feder sitzt lediglich im Steuerrohr, also dem Rahmenteil zwischen Gabelschaft und Lenkervorbau. Diese Technologie heißt bei Specialized "Future Shock". Die Feder im Steuerrohr ist in der Lage, die gröbsten Unebenheiten abzudämpfen und den Handgelenken etwas Schonung zu bieten. 

Testfahrerin Jenny auf dem Specialized Turbo Vado SL

Dennoch ist die hohe Steifigkeit des Turbo Vado SL für Jenny gewöhnungsbedürftig. Auf ihren ersten Fahrten hat sie immer Angst, das e-Bike zu beschädigen. Bei Schlaglöchern, auf Kopfsteinpflaster oder vor Bordsteinen geht Jenny mit größter Vorsicht zu Werke. Sie bremst das Turbo Vado SL ab und lässt das e-Bike sanft über die Unebenheiten gleiten. Nach und nach gewöhnt sich unsere Testfahrerin aber an den für sie neuen e-Bike Typen. Die Sorge um das Bike weicht, denn weder Bordsteine noch Unebenheiten können das Turbo Vado SL aufhalten.

Perfekter Mix aus Dynamik und Komfort

Die Gewöhnung an die Sitzhaltung auf dem Turbo Vado SL fällt Jenny dagegen überhaupt nicht schwer. Auf dem e-Bike sitzt die Fahrerin oder der Fahrer sportlich und leicht nach vorne geneigt. Ideal für unsere Testfahrerin, da Jenny so ordentlich Druck in die Pedale geben kann. Specialized ist bei der Geometrie ein toller Mix aus Dynamik und Komfort gelungen. Ein Radstand von 1062 mm bei der von uns getesteten Rahmengröße S garantiert selbst bei höheren Geschwindigkeiten immer ein sicheres Fahrgefühl auf dem Turbo Vado SL. Das Bike zeigt sich nie nervös, sondern stets sehr laufruhig.

Einzig für Jennys Hände ist die Sitzposition auf dem Turbo Vado SL nicht ideal. Bei ihr stellen sich auf den ersten Fahrten ein Kribbeln und leichte Taubheitsgefühle ein, obwohl die Lenkergriffe serienmäßig über eine Ablage für die Handballen verfügen. Jenny wird verschiedene Einstellungen an den Griffen testen müssen, um das Verhältnis zwischen dem Turbo Vado SL und ihren Händen zu verbessern.

Der beste Motor für aktive Fahrer?

Auch beim Antrieb ist für Jenny eine kurze Gewöhnungsphase nötig. Das Turbo Vado SL wird vom Specialized SL 1.1 Motor angetrieben. Mit einem Gewicht von lediglich 1,9 Kilogramm darf sich der Specialized SL 1.1 zu den leichtesten e-Bike Motoren auf dem Markt zählen. Werfen wir einen kurzen Blick auf die zentralen Leistungsmerkmale des Motors:

  • maximales Drehmoment: 35 Nm
  • maximale Tretkraftunterstützung: 180 %
  • Unterstützungsstufen: ECO (30 %), TRAIL (60 %) und TURBO (100 %)

Im Unterrohr des Specialized Turbo Vado SL sitzt ein Akku mit einer Kapazität von 320 Wh. Wem die 320 Wh trotz des geringen Verbrauchs nicht ausreichen, der kann einen Zusatzakku nutzen. Specialized bietet optional einen Range Extender, der weitere 160 Wh spendiert und sich in der Aufnahme des Getränkehalters befestigen lässt.

Testbericht zum Specialized Turbo Vado SL

Den größten Teil ihres Wegs von der Wohnung zur Arbeit legt Jenny in der niedrigsten Unterstützungsstufe zurück, die bei Specialized ECO heißt. In dieser Unterstützungsstufe stehen ihr 30 % der maximalen Motorkraft zur Verfügung. Nur auf einem steileren Teilstück, dem Zubringer zu einer der Kölner Rheinbrücken, gönnt sich Jenny die volle Unterstützung des TURBO-Modus. An eine Verschnaufpause denkt unsere Testfahrerin praktisch nie. Das Turbo Vado SL lädt förmlich dazu ein, immer weiter in die Pedale zu treten. So überholt Jenny einen Fahrradfahrer nach dem anderen. Jeder Meter, den sie gut macht, bestärkt unsere Testfahrerin darin, nicht nachzulassen und den Druck auf die Pedale sowie die Trittfrequenz zu halten.

 

Als es dann auch an den ersten e-Bikern vorbeigeht, schüttet Jennys Körper eine Extraladung Glücksgefühle aus. Sie wird in der Wahl ihres e-Bikes für das Pendeln zur Arbeit komplett bestätigt. Jenny wollte ein e-Bike, das über ein Motorensystem mit einem geringen Tretwiderstand verfügt, damit sie sich voll auspowern und fitter werden kann. Genau das hat sie mit dem Specialized Turbo Vado SL bekommen!

Im Straßenverkehr sicher unterwegs

Besonders wichtig im Straßenverkehr: Das Turbo Vado SL ist sehr wendig. Schnelle Richtungswechsel stellen für das e-Bike von Specialized überhaupt keine Herausforderung dar. Sämtliche Befehle des Fahrers oder der Fahrerin setzt das Turbo Vado SL blitzschnell in die Tat um. Und auch bei niedrigen Geschwindigkeiten bleibt das Pendler e-Bike gut manövrierbar.

 

Seine schnelle Reaktionsfähigkeit musste das Turbo Vado SL bereits auf Jennys dritter Fahrt unter Beweis stellen. Als plötzlich ein Auto aus einer Ausfahrt auf dem Radweg fährt, ist Jenny dazu gezwungen, mit voller Kraft in die Bremse zu gehen. Während der Vollbremsung bricht das Heck des Turbo Vado SL auf leicht nassem Asphalt nach rechts aus. Doch das leichte Lösen der Bremse und eine intuitive Gewichtsverlagerung reichen aus, um das e-Bike wieder einzufangen und rechtzeitig vor dem Auto zum Stehen zu kommen.

Das Fazit nach den ersten Fahrten

Nach etwas mehr als 60 Minuten kommt Jenny bei ihren ersten Fahrten stolz und glücklich an ihrem Arbeitsplatz an. Unsere Testfahrerin ist mit ihrem Turbo Vado SL zügiger als vom Navi vorhergesagt unterwegs. Was die Fahrzeit angeht, gewinnt das e-Bike auch gegen das Auto und die Bahn. Jenny ist etwa 15 Minuten schneller als mit dem eigenen PKW oder den Öffentlichen Verkehrsmitteln am Arbeitsplatz. 

 

Das befürchtete Energieloch ist bei ihr komplett ausgeblieben. Trotz der sportlichen Anstrengung am Morgen bleibt Jenny den gesamten Arbeitstag über voller Tatendrang. Lediglich ihr Hinterteil konnte sich nicht ganz so schnell an das Pendeln mit dem e-Bike gewöhnen. Hier kann allerdings eine gut gepolsterte Fahrradhose Abhilfe schaffen.


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