Vater und Sohn auf Tour mit dem e-Mountainbike

Ist ein e-Mountainbike das geeignete Gefährt für ein Kind? Diese Frage lässt sich aus unserer Sicht nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten. Wie so oft im Leben sind die persönlichen Präferenzen ausschlaggebend. Unser Testfahrer Stefan Wallner ist passionierter e-Mountainbiker und hat diese Leidenschaft inzwischen auch an den eigenen Nachwuchs weitergegeben. So geht Stefan mittlerweile gerne mit seinem Sohn auf Tour. Mit im Gepäck waren zuletzt das Giant Reign E+ 2 Pro für Stefan sowie das FOCUS Jam2 HT Junior für seinen Sohn Tobias.

 

Was die beiden auf den e-Mountainbikes von Giant und FOCUS erlebt haben? Das erfahrt ihr in unserem Fahrbericht!


Eignen sich e-Mountainbikes für Kinder?

"Ein eigenes e-Mountainbike für ein Kind? Muss das denn wirklich sein?" Für unseren Testfahrer Stefan Wallner ist die Antwort auf diese Frage klar. "Ja, warum denn nicht?".

 

Zum einen erweitert die Motorunterstützung den Aktionsradius des Kindes stark. Auf der gemeinsamen Tour galt es für Stefan und seinen Sohn Tobias in drei Stunden 1.200 Höhenmeter zu überwinden. Für Tobias auf einem normalen Mountainbike ohne unterstützenden Motor undenkbar.

 

Außerdem gleichen sich durch die Unterstützung des Motors die Geschwindigkeiten von Vater und Sohn an. Stefan kann noch gemütlich pedalieren, während sich sein Sohn bereits anstrengen muss. Trotzdem ist das Gespann aus Vater und Sohn auf den beiden e-Mountainbikes etwa gleich schnell unterwegs.

Ab auf den Trail

Nun aber zum wichtigsten Teil dieses Fahrberichts, nämlich den Erfahrungen von Stefan und Tobias auf dem Trail. Das Gespann hat sich mit seinen e-Mountainbikes von Giant und FOCUS auf den Weg zum Trailcenter in Weidlingbach gemacht. Voller Vorfreude vergeht die Anreise aus Wien wie im Flug, sodass Stefan und sein Sohn schon bald vor dem ersten Anstieg stehen.

 

Dank der Unterstützung durch ihre Motoren können Stefan und Tobias den Anstieg in Windeseile überwinden. In Stefan Reign E+ 2 Pro arbeitet der Giant SyncDrive Pro mit Automatik-Modus. Das FOCUS Jam2 HT Junior, auf dem Tobias sitzt, wird von einem altbekannten Motor angetrieben, dem Shimano Steps E8000.

 

Oben angekommen heißt es für Stefan dann: Fahrwerk auf, Sattel runter und ab auf den Trail! Auf den ersten Metern ist unser Testfahrer zunächst etwas vorsichtiger unterwegs. Dann traut er sich und dem e-MTB aber immer mehr zu, denn Geschwindigkeit ist genau das, was das Giant Reign E+ 2 Pro braucht.

Giant Reign E+ 2 Pro 2020 im Test

Wie schlägt sich das Giant Reign E+ 2 Pro in der Praxis?

Riskieren wir zunächst einen genaueren Blick auf das Fahrwerk des von Stefan gefahrenen Giant Reign E+ 2 Pro. Hier hat sich Giant für ein Enduro-Fahrwerk von FOX entschieden. Vorne ist eine FOX 36 Float Rhythm GRIP mit einem Federweg von 170 mm verbaut. Hinten ist das Giant Reign E+ 2 Pro mit einem 160 mm Maestro-Hinterbau ausgestattet. Mit der relativ flachen Geometrie möchte Stefans Reign E+ 2 Pro stetig auf Zug gehalten werden, ansonsten wird das Bike kippelig und unruhig.

 

Generell zeigt sich das Giant Reign E+ 2 Pro auf unseren Testrunden in Weidlingbach trotz der 27,5+" Bereifung laufruhig und wendig. Ist das Reign E+ 2 Pro einmal auf Tempo gebracht, ist der Fahrer das limitierende Element, nicht das Bike an sich. Die Reifen verbeißen sich ordentlich im Gelände. Sowohl den Berg hinauf als auch auf Abfahrten bietet das e-MTB von Giant beste Traktion. Sprünge, verwurzelte Abschnitte und steile Passagen entlocken dem Fahrwerk nur ein müdes Lächeln. 

Die Bremsanlage des Giant Reign E+ 2 Pro zeigt sich auf dem Trail sehr bissig. Giant hat sich für eine SRAM Guide 4-Kolben-Bremse entschieden. Vorne und hinten sorgen 200 mm große Bremsscheiben für eine hervorragende Verzögerung. Während seiner Abfahrten im Trailcenter verspürt unser Testfahrer Stefan keine Probleme bei der Standfestigkeit der Bremsanlage.

 

Besitzt das Top e-MTB von Giant auch Schwachstellen? Einziger Kritikpunkt für Stefan ist das Gewicht von 24 kg. Vor allem beim Anbremsen lässt sich dieses nicht verleugnen.

Leiser Antrieb mit Automatik-Modus

Das Reign E+ 2 Pro wird von einem Yamaha-Motor angetrieben, den Giant mit einer eigenen Software versieht. Was die Geräuschentwicklung des Motors angeht, ist Yamaha eindeutig tätig geworden. Der Motor des Giant Reign E+ 2 Pro 2020 arbeitet deutlich leiser als beim Vorgängermodell. Besonders positiv fallen unserem Testfahrer der Automatik-Modus des Motor und die überarbeitete Charakteristik auf. Der Antrieb bietet einen sauberen Durchzug von unten. Auch bei sportlicheren Kadenzen ist kein Abfallen der Leistung zu verspüren.

 

Die Bedieneinheit, die gleichzeitig als Display fungiert, fällt sehr puristisch aus. Der aktuelle Akkustand sowie der gewählte Unterstützungsmodus sind für den Fahrer über Leuchtdioden ablesbar. Auf Wunsch lässt sich die Giant Ride App zuschalten. Über die App hat der Fahrer die Möglichkeit, Fahrdaten und Informationen zur Geschwindigkeit zu erhalten.

Mit Feuereifer und Dauerlächeln unterwegs

Und wie hat sich Tobias auf seinem FOCUS Jam2 HT Junior gefühlt? Für Stefans Sohn geht es mit Feuereifer und einem breiten Grinsen im Gesicht über die Strecken im Trailcenter Weidlingbach. Das Wichtigste: Tobias kommt mit seinem e-Mountainbike auch Trails herunter, die mit seinem alten Mountainbike für ihn unüberwindbar gewesen wären. Kleinere Unebenheiten auf der Strecke können ihn nicht aus der Ruhe bringen. Natürlich fährt sich das Jam2 HT Junior bergab etwas langsamer, denn es handelt sich ja schließlich immer noch um ein Hardtail.

Dennoch lässt sich das FOCUS Jam2 HT Junior mit seiner agilen und wendigen Geometrie bergauf wie bergab hervorragend von Tobias beherrschen. Das von FOCUS auf die Bedürfnisse von Kindern angepasste e-Mountainbike hat ein relativ geringes Gewicht und ist mit 26 Zoll großen Laufrädern ausgestattet. Das e-MTB weiß durch eine mehr als grundsolide Ausstattung zu überzeugen, die Fahrspaß im Gelände garantiert. Das Wechseln der Gänge erfolgt über ein Schaltwerk und einen Schalthebel von Shimano. Als Federgabel ist eine RockShox Recon TK verbaut, die einen Federweg von 100 mm bietet. Der fest verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 378 Wh und hat für die dreistündige Tour, auf der es 1.200 Höhenmeter zu überwinden galt, locker ausgereicht.

 

Unser Testfahrer: Stefan Wallner aus der e-motion e-Bike Welt Wien


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