Im Test - Das Hercules Pasero SUV I-10

Testfahrer Sebastian auf dem Hercules Pasero SUV I-10

Was vor einigen Jahren in der Automobilbranche begann, hält mittlerweile auch in der e-Bike Welt Einzug: Das SUV e-Bike wird immer beliebter und begehrter. Fast alle wichtigen Hersteller führen inzwischen eigene SUV e-Bikes in ihrem Portfolio. Genau wie ihre Vorbilder aus dem Automobilsektor, sollen sie Robustheit sowie Agilität miteinander kombinieren und sich somit für ein sehr breites Einsatzspektrum eignen. Unser Testfahrer Sebastian wollte sich ein eigenes Bild von einem der besten SUV e-Bikes 2021 machen. In den vergangenen sechs Wochen hat er das Hercules Pasero SUV I-10 ausgiebig getestet.

 

Wie das SUV e-Bike von Hercules im Praxistest abschneidet? Das erfahrt ihr in unserem Testbericht zum Pasero SUV I-10!


Das Erscheinungsbild - Prototyp eines SUV e-Bikes

Optisch ist unser Testrad der Prototyp eines SUV e-Bikes. Wenn Sebastian ein SUV e-Bike am Reißbrett entwerfen müsste, dann würde es wie das Hercules Pasero SUV I-10 ausschauen. An der Front sind die Züge eines sportlichen e-Mountainbikes sehr deutlich zu erkennen. Das Pasero SUV I-10 besitzt einen 740 mm breiten Lenker sowie eine Gabel mit einem Federweg von 120 mm.

Die Rahmenkonstruktion unterstreicht den SUV-Charakter des Pasero. Ober- und Unterrohr sind kantig gestaltet und besitzen markante Konturen. Im Gesamtbild entsteht so ein edles, aber auch leicht aggressiv anmutendes e-Bike. So, wie man es auch von SUVs aus dem Automobilbereich kennt. Der Akku ist von Hercules komplett in das Unterrohr integriert worden. Dadurch wirkt das Pasero SUV I-10 recht massiv.

 

Abgerundet wird das stimmige Gesamtbild des Bikes von der Lackierung. Das Pasero SUV I-10 ist in einem Grauton gehalten, der wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passt. Im Zusammenspiel mit den in Schwarz gehaltenen Komponenten wie Sattel, Federgabel, Schutzblechen und Gepäckträger ergibt sich ein sehr gelungenes Bild. Dass das SUV e-Bike von Hercules ein absoluter Blickfang ist, konnte Sebastian mehrfach am eigenen Leib erleben. Auf seinen Testfahrten sind immer wieder Spaziergänger und Radfahrer auf sein Bike aufmerksam geworden. Neugierige Blicke auf das Pasero SUV I-10 waren an der Tagesordnung.



Viel Power und eine große Reichweite

Nachdem wir uns zunächst der Optik und dem Design des Hercules Pasero SUV I-10 gewidmet haben, sollen nun die beiden Herzstücke eines jeden Pedelecs im Fokus der Aufmerksamkeit stehen: der Motor sowie der Akku. Charakteristisch für SUV e-Bikes ist ein kräftiger Antrieb in Kombination mit einem großen Akku. So auch beim Pasero SUV I-10, bei dem der Brose Drive S Mag für reichlich Power sorgt. Nicht umsonst ist der Drive S Mag ein sehr beliebter Antrieb für e-Mountainbikes.

 

Die Sorge dafür, dass dem Antriebssystem immer genug Energie zur Verfügung steht, trägt ein Akku mit 750 Wh Kapazität. Wie bei modernen SUV e-Bikes üblich, sitzt der Akku komplett versteckt im Unterrohr des Pasero SUV I-10. Dank des großen Akkus lassen sich mit dem Bike von Hercules problemlos längere Touren bestreiten. Im Alltagsgebrauch muss das Pasero SUV I-10 nur selten zum Aufladen an die Steckdose.

Der Motor von Brose ist in der Lage, dem Pasero SUV I-10 ordentlich Schub zu verleihen. Vor allem im Turbo-Modus merkt unser Testfahrer Sebastian die enorme Power des Antriebs. Mit einem Gewicht von 2,9 kg darf sich der Brose Drive S Mag zu den eher leichteren e-Bike Motoren zählen. Bei einem maximalen Drehmoment von 90 Nm liefert der Motor eine Tretkraftunterstützung von bis zu 410 Prozent.

 

Auf unseren Testfahrten mit dem Hercules Pasero SUV I-10 agiert der Brose Drive S Mag sehr ruhig und leise. Auch dann, wenn es mal etwas steiler wird, zeigt sich der kraftvolle Motor von Brose als zuverlässiger Partner. Beim Anfahren wird die ganze Kraft des Motors deutlich. Zudem ist auch der Übergang beim Überschreiten der 25 km/h, bis zu denen der Motor unterstützt, sehr gelungen gelöst.

Testfahrer Sebastian fährt auf dem Pasero SUV I-10 am Rhein entlang

Wo liegen die Grenzen des Pasero SUV I-10?

Natürlich wollte unser Testfahrer Sebastian auch dieser Frage nachgehen und sie beantworten. Dafür hat er sich mit dem Hercules Pasero SUV I-10 auf eine ausgiebige Tagestour durch seine Heimat, das Rheinland, begeben. In sechs Stunden konnte Sebastian mit seinem Testbike fast 100 km zurücklegen. Bei der Planung seiner langen Tour hatte Sebastian zunächst Sorgen, dass der 750 Wh Akku des Pasero SUV I-10 nicht durchhält. Die Angst, dass dem Pedelec unterwegs die Puste ausgeht, stellt sich jedoch als absolut unbegründet heraus. Wer wie Sebastian vorwiegend im Tour-Modus und im Eco-Modus fährt, kann ohne Probleme längere Ausfahrten unternehmen.

 

Um das Hercules Pasero SUV I-10 richtig fordern und an seine Grenzen bringen zu können, hat sich Sebastian abseits der asphaltierten Radwege begeben. In einem bei Mountainbikern gut bekannten Waldstück warteten leichte bis mittelschwere Trails auf unseren Testfahrer und sein Pasero SUV I-10. Das SUV e-Bike konnte zeigen, dass es absolut offroadtauglich ist. Obwohl Hercules das Modell sicherlich nicht für den dauerhaften Einsatz auf solchen Strecken entwickelt hat, macht das Pasero SUV I-10 im Gelände eine gute Figur. Erst auf Passagen, die wirklich nur für Mountainbikes befahrbar sind, stößt das Bike an seine Grenzen.

Komfortable Ausstattung

Nicht nur der bärenstarke Motor und der große Akku tragen zur Begeisterung für das Hercules Pasero SUV I-10 bei unserem Testfahrer Sebastian bei. Das SUV e-Bike besticht dazu durch eine erstklassige Ausstattung, bei der sich Hercules vor allem auf Komfort und Fahrsicherheit fokussiert hat. Mit dem Selle Royal Vivo Ergo besitzt das SUV e-Bike einen Sattel, der auch auf längeren Fahrten und im unwegsamen Gelände sehr bequem ist. Die Lenkergriffe sind ergonomisch geformt und schonen somit die Handgelenke. Den Lenker des Pasero SUV I-10 hat Hercules relativ breit gestaltet. Optisch erinnert er eher an einen Mountainbike-Lenker. Sebastian kann das Pasero SUV I-10 auch abseits des Asphalts immer punktgenau steuern. Die ebenfalls breiten Reifen von Schwalbe garantieren einen guten Kontakt zum Untergrund und dämpfen kleinere Stöße effektiv ab. Auf den Schwalbe G-One Allround Performance bewegt sich das Pasero SUV I-10 jederzeit sicher nach vorne.

Geschaltet wird mithilfe einer Gangschaltung von Shimano. Als Schaltwerk nutzt Hercules das Shimano Deore RD-M5120 in Verbindung mit einem Rapidfire Plus-Schalthebel. Sebastian kann die Schaltung nach seinen Testfahrten nur in höchsten Tönen loben. Der Schalthebel lässt sich schnell und einfach bedienen. Selbst an steileren Anstiegen gelingt es unserem Testfahrer noch, die Schaltung seines SUV e-Bikes reibungslos zu kontrollieren.

 

Bei der Bremsanlage vertraut Hercules ebenfalls auf ein Produkt von Shimano. Für Sebastian, der auf seinen e-Bikes gerne mal ein etwas rasanteres Tempo anschlägt, ist eine zuverlässige Bremse von essentieller Bedeutung. Diese findet er beim Hercules Pasero SUV I-10 vor. Auf seinen Testfahrten fühlt sich Sebastian bei jedem einzelnen seiner Bremsmanöver sehr sicher aufgehoben. Dank der hydraulischen 4-Kolben Scheibenbremsen von Shimano kommt das Pasero SUV I-10 immer schnell zum Stehen.

Die Nacht wird zum Tag

Bei seinen zahlreichen Ausfahrten mit dem Hercules Pasero SUV I-10 in den vergangenen Wochen war Sebastian mehrfach bis in die Abendstunden unterwegs. Es verwundert deswegen nicht, dass ihm die helle LED-Beleuchtung des SUV e-Bikes besonders positiv in Erinnerung geblieben ist, dank der die Nacht förmlich zum Tag wird. In der Dämmerung und bei Dunkelheit garantiert die leistungsfähige Lichtanlage des Pasero SUV I-10 eine sichere Fahrt. Sebastian hat die Strecke vor ihm immer gut im Blick und kann von anderen e-Bike Fahrern gut gesehen werden.

 

Das TFT-Display konnte bei unserem Testfahrer ebenfalls einen äußerst positiven Eindruck hinterlassen. Auf dem im Vertikalwinkel verstellbaren Bildschirm sind jederzeit alle wichtigen Fahrdaten auf einen Blick zu sehen.

Was fehlt dem Pasero SUV I-10?

Gibt es, nach all den lobenden Worten zum Hercules Pasero SUV I-10, auch Punkte, die Sebastian an seinem Testbike verbessern würde? Ja, die gibt es tatsächlich und sollen auch nicht unerwähnt bleiben. Zum einen würde Sebastian etwas größere Auswahltasten für die Bedienung des Motors bevorzugen. Insbesondere die Taste zum An- und Abschalten des Antriebssystems fällt recht klein aus. Da unser Testfahrer hin und wieder mit Rückenschmerzen zu kämpfen hat, wäre für ihn auch eine gefederte Sattelstütze wünschenswert. Diese lässt sich auf Wunsch jedoch ohne Schwierigkeiten nachrüsten.

 

Außerdem muss man sich beim Pasero SUV I-10 an eine Sitzposition gewöhnen, die etwas sportlicher als bei vielen Touren e-Bikes üblich ausfällt. Für unseren Testfahrer Sebastian stellt dies allerdings kein Problem dar, bevorzugt er privat doch e-Mountainbike mit einer ganz ähnlichen Sitzposition.

Das Testfazit zum Hercules Pasero SUV I-10

Mit dem Pasero SUV I-10 ist Hercules ein e-Bike für alle gelungen, die sowohl auf alltäglichen Wegen als auch auf Touren mit ordentlich Power unterwegs sein möchten. Wer sich für das SUV e-Bike entscheidet, muss sich auch vor unbefestigten Wegen nicht scheuen. Die wuchtige Optik dürfte bei vielen e-Bikern Anklang finden und passt ideal zur Charakteristik des SUV e-Bikes. Zweifelsohne ein Highlight ist für unseren Testfahrer Sebastian der Motor von Brose. Mit dem Drive S Mag verbaut Hercules ein echtes Kraftwunder, der für viel Fahrspaß sorgt.

 

Insgesamt konnte das Testbike Sebastians Ansprüche an ein SUV e-Bike vollkommen erfüllen. Das knapp 25 Kilogramm schwere Pedelec ist ein Hingucker. Dank eines zulässigen Gesamtgewichts von 135 kg eignet sich das Hercules Pasero SUV I-10 auch für größerer und etwas schwerere e-Bike Fans. Sebastian möchte das Bike definitiv nicht mehr missen und kann das Modell jedem ans Herz legen, der ein e-Bike für (fast) alle Fälle sucht.


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